Die Emanzipation der Schwulen in der westlichen Welt
Seite in Vorbereitung, vorgesehene Themen:
Das mittelalterliche (un)christliche Konstrukt des Sodomiten
Zu jeder Betrachtung über das Schwulsein gehört die Geschichte der Ausgrenzung und Verfolgung. Dabei hat das Christentum, haben die Kirchen eine entscheidende Rolle gespielt. Sie ist kirchengeschichtlich eines der dunkelsten Kapitel und bis heute nie eingestanden oder aufgearbeitet worden, es hat noch immer keine Bewältigung der Vergangenheit stattgefunden, nicht offiziell und nicht auf diesem Gebiet, von keiner der diversen christlichen Kirchen. Dieses Konstrukt ist massgeblich verantwortlich für die jahrundertlange Verfolgung und Ausgrenzung. Nur langsam und durch beharrlichen Kampf für gleiche Rechte hat sich die europäische Gesellschaft gelöst vom unseligen Konstrukt des Sodomiten >>
Die Französische Revolution und der Code Napoleon
Die teilweise Restauration der alten Ordnung und die Aufnahme von homosexuellen Straftaten in die bürgerlichen Strafgesetzbücher.
Der § 175 im Deutschen Recht >>
Eros und die Männerliebe der Griechen
Die Psychiatrie und ihre homophoben Krankheitsbilder
Der hannöversche Jurist K. H. Ulrichs, allerdings ein mutiger und ehrenwerter Charakter, aber nicht gerade umsichtiger Kopf, hat gar für dieses dritte Geschlecht, zu dem er sich selbst zählte, eine Bezeichnung erfunden; dieses Wort «Urning» hat sich wie eine verallgemeinernde Epidemie verbreitet. Es ist von wissenschaftlicher Seite aufgenommen worden, so von dem bekannten Psychiater Professor Freiherrn von Krafft-Ebing in Wien.
Das wissenschaftlich humanitäre Komitee und Magnus Hirschfeld
Oskar Wilde
Lieblingminne und Freundesliebe in der Weltliteratur
Elisàr von Kupffer stellte 1899 ein Buch zusammen mit homoerotischen Gedichten und Texten aus einer Vielzahl von Quellen und Orten, wie dem antiken Griechenland, dem römischen Reich, der Bibel, der arabischen Welt, Japan, aus Italien der Renaissance, dem England im elisabethanischen Zeitalter und aus Deutschland des 19. Jahrhunderts. Das Buch enthält auch einige Gedichte des Herausgebers selbst.
Zu seiner Zeit gab es noch keine derartige Zusammenstellung, so dass es aufwändiger Nachforschungen bedurfte, um passende Texte zu finden. Erschwert wurde dieses Unterfangen dadurch, dass es entweder noch keine Übersetzungen fremdsprachlicher Gedichte gab oder diese durch homophobe Zensur verstümmelt waren, beispielsweise durch die Ersetzung männlicher Pronomen durch weibliche.
Elisàr von Kupffer erstellte diese Anthologie teilweise aus Protest gegen die Haft von Oscar Wilde.
Ebenso interessant wie die Anthologie ist das überaus politische Vorwort, das abgesehen von Standesdünkeln und der Überhöhung des Deutschtums noch heute von grosser Aktualität ist. In ihm spricht er sich dafür aus, dass Homosexualität nicht bloss durch die Gesellschaft toleriert, sondern zu einem ihrer Grundpfeiler gemacht werden solle, bestehend aus (im wesentlichen platonischen) homosozialen Bindungen zwischen Jünglingen und Männern und Männern untereinander, wodurch die Gesellschaft in einem stärkeren Masse als durch heterosexuelle Beziehungen gestärkt werde. Das Vorwort >>
Der Verein für die Erhaltung des Nachlasses von Elisàr von Kupffer, genannt Elisarion >>
Der Kinsey Report und das sexuelle Verhalten
Der US-amerikanische Zoologe und Sexualforscher Professor Dr. Alfred Charles Kinsey führte in den USA der vierziger und fünfziger Jahre umfangreiche Befragungen über das menschliche Sexualverhalten durch.
Kinseys Forschungsergebnisse sorgten für grosses Aufsehen in der Öffentlichkeit. Sie schlugen ein wie eine «Atombome», wie sich Journalisten in zeitgenössischen Medien ausdrückten.
Seine Forschungsergebnisse haben die Sicht der Sexualität, insbesondere die der Homosexualität massgeblich verändert. Zum Kinsey-Report >>
Die Stonewall-Krawalle in New York 1969
Michael Foucault: Sexualität und Wahrheit
Menschenrechte
Gleiche Rechte für gleichgeschlechtliche Paare
Eine Mitarbeit zu diesen Themen und Ergänzungen sind erwünscht.
Ergänzende Themen
Die Schwulengeschichte in der Schweiz >>
Gleich und anders – Eine globale Geschichte der Homosexualität >>
