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  Letzte Aktualisierung: 15.05.13
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Die Option Adoption muss kommen

Klares Ergebnis der Mitgliederumfrage –
das Adoptionsverbot soll aufgehoben werden

 

Die Abschaffung des im Partnerschaftsgesetz festgeschriebenen Adoptionsverbots für eingetragene Partnerinnen und Partner scheint für einen Interessenverband wie Network zunächst eine zwingende Forderung zu sein. Wie könnten wir für die Beibehaltung einer Diskriminierung eintreten?

Bei näheren Zusehen zeigen sich jedoch mehrere Aspekte, die zu einer differenzierten Beurteilung von Form, Inhalt und Timing einer solchen Forderung führen:

Daraus ergibt sich, dass sehr unterschiedliche Positionen eingenommen werden können – und unterschiedliche Motivationen führen oft zur gleichen Position. Im Vorfeld der EuroPride 09 hatte sich ein Komitee «Gleiche Chancen für alle Familien» formiert, welches eine Petition lanciert und die etablierten Organisationen der Gay-Community um Unterstützung angegangen hat. Die POKO fühlte sich vor dem geschilderten Hintergrund nicht legitimiert, ohne klaren Rückhalt im Verein in dieser Frage aktiv zu werden. Network hat deswegen bis jetzt bei der Unterstützung der Petition ein niedriges Profil gewahrt, ist dafür aber vereinsintern aktiv geworden mit einer Umfrage.

 

Ergebnisse der Umfrage unter den Networkern

Von 330 angefragten Mitgliedern haben sich beachtliche 142 oder 43% zur Umfrage geäussert. 81% der Antwortenden befürworten die Abschaffung des Adoptionsverbots, 18% lehnen sie ab.

Bei den Ablehnenden gibt es nur eine verschwindend kleine Zahl von Befürwortern des Adoptionsverbots. Zwei Drittel stellen den Zeitpunkt der Forderung, die Hälfte – es waren Mehrfachnennungen möglich – ihre Priorität in Frage. Von den Ablehnenden haben sich mehr als die Hälfte auch über ihre individuellen Gründe geäussert. Einige Originalstimmen:

Die grosse eine Abschaffung unterstützende Mehrheit ist nicht überraschend von der Überzeugung geleitet, dass das Adoptionsverbot eine Diskriminierung ist, die grundsätzlich abzulehnen ist. Entsprechend macht die grosse Mehrheit auch keinen Unterschied zwischen der Adoption nicht biologischer Kinder und der Stiefkindadoption. Dazu und zu einigen anderen Aspekten gibt es aber Einzelmeinungen:

Der Fragebogen schloss mit einer Frage zum Engagement von Network für eine Aufhebung des Adoptionsverbots, zu beantworten unter der Annahme, dass – wie jetzt bestätigt – eine Mehrheit der Mitglieder für die Abschaffung des Verbotes ist.

Eine Zweidrittelsmehrheit (68%) spricht sich zugunsten eines sowohl sichtbaren und auch finanziellen Engagements aus. Ein Drittel (32%) befürwortet ein sichtbares, aber kein finanzielles Engagement.

 

Aktive Unterstützung der Bemühungen für eine Abschaffung der Diskriminierungen

Vorstand und Poko sind nach den Ergebnissen der Umfrage sicher legitimiert, die Anstrengungen des mittlerweile aus dem Komitee entstandenen Vereins «Gleiche Chancen für alle Familien» und die anderer Organisationen sichtbar mitzutragen.

 

Interview mit Wuddri Rim und Selina Meier, Vorstandsmitglieder des Vereins familienchancen.ch

 

 

Studie

«Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit und ohne Kinder».

Die Studie der Universität Bamberg als PDF >>


Zusammenfassung vom deutschen LSVD der Studie


Pressestimmen

Meinungen zur Adoptions­frage in der Presse

Der Landbote >>


Gleiche Chancen
für alle Familien

Die Homepage des Vereins familienchancen.ch


Interview mit Wuddri Rim und Selina Meier, Vorstandsmitglieder des Vereins familienchancen.ch


Politnetz.ch

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Zur Adoption von gleich­ge­schlecht­lichen Paaren
>> Politblog


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In diesem modernen Land Schweiz – wo jedermann stolz ist auf die Bürgerrechte – haben immer noch nicht alle mündigen Personen die gleichen Rechte und Pflichten! Das ist absolut stossend und muss sich ganz schnell ändern!

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