Fachgruppe «Menschenrechte – Asyl – Homosexualität – Migration»
Die Fachgruppe Politik von Pink Cross und Los möchte in Zusammenarbeit mit Network, Wybernet, usw. eine neue Unterfachgruppe gründen. Ziel soll sein, die Diskussion zu eröffnen über den Themenkreis Migration und Homo/Transsexualität.
Es gibt einerseits Migrantengruppen mit mehr oder weniger virulenten homophoben Ansichten, andererseits kommen ausländische Homo- und Transsexuelle in die Schweiz, weil sie sich hier mehr Freiheit und ein Leben in Menschenwürde erhoffen. Dazu kommt der schwierige Aspekt des Coming-outs von Kindern aus Migrantenfamilien mit einer patriarchalen, rückwärtsgewandten Vorstellung von Familie und Gesellschaft.
Es stellt sich auch die Frage, ist die systematische Verfolgung von Homo- und Transsexuellen in einem Land ein Grund um Asyl in der Schweiz zu erhalten?
Zu diesem ganzen Fragenkomplex braucht es eine Diskussion. Einerseits weil es unsere menschliche Pflicht ist, hier eine Hilfestellung zu geben. Andererseits besteht die Gefahr, dass die erreichte Gleichstellung und Akzeptanz von Homosexuellen in der Schweiz unter dem Druck dieser Problemkreise von Politikern und Behörden wieder eingeschränkt wird.
Es ist in jeden Fall besser, wenn wir zuerst Argumente und Lösungsansätze formulieren, bevor das populistische Kreise tun.
Interessiert hier dabei zu sein? Dann trage dich ein für die erste konstituierende Sitzung.
Mögliche Diskussionsthemen:
Menschenrecht auf Asyl für verfolgte Homosexuelle?
Ist oder muss Homosexualität ein Asylgrund sein? Und wenn ja, wieweit ist der Begriff Homosexualität in Verbindung zum Asylgrund zu verstehen und inwiefern kann diese sexuelle Orientierung von den zuständigen Behörden überprüft werden?
Die Integration homosexueller MigrantInnen:
Inwieweit ist Integration und Eigenständigkeit von homosexuellen Migranten zu vereinbaren? Oder: wieviel Integration ist nötig und wieviel Eigenständigkeit ist erlaubt?
MigrantInnen mit traditionellen homophoben Ansichten
Welche Erwartungshaltung von uns Integrierenden und den Integrierten ist vorhanden?
Ist eine «SOS-Homostelle» für rechtlich bzw. gesellschaftlich Suchende notwendig?
Wie können Koalitionen mit anderen Interessenverbänden bzw. Beratungsstellen gebildet werden?
Wie kann die Akzeptanz gegenüber sexuell anders orientierten Menschen in die Integrationsarbeit von heterosexuellen Migranten aufgenommen werden?
Weitere Diskussionsansätze zum Themenkreis sind willkommen.