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Pride und Kunst 26.6.26

Auf den Spuren queerer Kunstgeschichte

Bild: Kunstmuseum Basel

Kunst, Codes und Geschichten: Am 4. Juli besucht network die Ausstellung «The First Homosexuals» im Kunstmuseum Basel. Die Führung wird von einem Apéro und einem Rheinschwimmen begleitet und richtet sich als offener Anlass der Young Professionals an alle interessierten Networker.

Mit der Ausstellung «The First Homosexuals» widmet sich das Kunstmuseum Basel einem Thema, das nicht nur kunsthistorisch, sondern auch gesellschaftlich von grosser Bedeutung ist. Networker Gabriel Starobinski organisiert dazu eine exklusive Führung für network-Mitglieder – und verspricht spannende Einblicke weit über die Kunstwerke hinaus.

Die Idee für den Anlass trug Gabriel Starobinski schon lange mit sich herum. «Ich wollte schon seit einiger Zeit einen Anlass in Kollaboration mit dem Kunstmuseum Basel durchführen», erzählt er. Als er von der Ausstellung erfuhr, war für ihn schnell klar, dass sie perfekt zu network passt. Der Bezug zur Kunst begleitet den Anwalt schon seit vielen Jahren. Bevor er Rechtswissenschaften studierte, widmete er sich zwei Jahre lang dem Studium der Kunstgeschichte. Bis heute malt und zeichnet er selbst.

«Meine Arbeiten entstehen oft sehr tagebuchartig», erzählt er. Auf Papier oder Leinwand hält er Gedanken und Beobachtungen fest (mehr auf seinem Instagram-Kanal). «Wenn ich morgens meinen Kaffee trinke, schreibe oder zeichne ich etwas. Über Wochen entsteht daraus eine Art visuelles Tagebuch.»

Gabriel Starobinski

Sprache der versteckten Zeichen
Was die Basler Ausstellung für ihn besonders macht, ist ihr Ansatz. «Es geht nicht einfach um schwule Künstler oder um Kunst mit homosexuellen Motiven», erklärt Gabriel. «Die Ausstellung zeigt vielmehr, wie sich der Begriff der Homosexualität in der Kunst und in der Gesellschaft entwickelt hat.»

Beeindruckt haben ihn insbesondere die umfangreichen Hintergrundinformationen zu den Werken. «Die Ausstellung liefert viele Texte und Erklärungen, die helfen, die Bilder in ihren historischen Kontext einzuordnen. Das macht sie unglaublich spannend.»

Ein Schwerpunkt der Führung wird auf den subtilen Botschaften liegen, die queere Menschen über Jahrzehnte hinweg in Kunst und Kultur verwendeten. «In der Ausstellung wird erklärt, wie Künstler:innen mit Codes gearbeitet haben, um Homosexualität sichtbar zu machen, ohne sie offen aussprechen zu können», sagt Gabriel.

Oft seien diese Hinweise für heutige Besucher:innen kaum noch erkennbar. Genau hier könne eine Führung wertvolle zusätzliche Perspektiven eröffnen. «Vielleicht erfahren wir, dass ein bestimmtes Kleidungsstück, ein Accessoire oder ein Symbol damals eine ganz konkrete Bedeutung hatte. Solche Details entdeckt man allein oft nicht.»

Überraschende Erkenntnisse
Besonders in Erinnerung geblieben ist Starobinski ein historischer Aspekt, den er zuvor selbst nicht kannte. «Eine Zeit lang wurde die Vorstellung vertreten, dass nicht-heterosexuelle Menschen gewissermassen im falschen Körper geboren seien», erzählt er. «Das hat mich überrascht, weil ich davon bislang nichts wusste.»

Gerade solche historischen Perspektiven machen für ihn den Reiz der Ausstellung aus. «Man denkt oft, man kenne die Geschichte der eigenen Community bereits gut. Aber hier erfährt man Dinge, die wirklich neue Blickwinkel eröffnen.»

Auch mehrere Werke, die bewusst mit weiblichen und männlichen Attributen spielen, haben ihn beeindruckt. «Einige Künstler haben die Grenzen zwischen maskulinen und femininen Darstellungen sehr spannend ausgelotet», sagt er.

Kunst, Rhein und Apéro
Der network-Anlass soll jedoch mehr sein als ein klassischer Museumsbesuch. Nach der Führung besteht die Möglichkeit, gemeinsam Zeit in Basel zu verbringen – sei es bei einem Rheinschwimmen, einem Apéro oder beim Besuch weiterer Ausstellungen.

Ursprünglich war der Anlass als Angebot für die Young Professionals geplant. «Dann fanden wir, dass das Thema für alle spannend ist», erzählt Starobinski. «Jetzt ist es ein gemeinsamer Event für alle Networker geworden.»

Auch wer die Ausstellung bereits besucht hat, könne von der Führung profitieren. «Gerade durch die zusätzlichen Erklärungen und Hintergründe gibt es viel Neues zu entdecken.»

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