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Im Fokus 30.5.26

«network verbindet Berufliches und Freundschaften»

Andrea Manoelli ist neuer Regionalleiter von network Ticino. Der Immobilienberater aus Locarno möchte die Regionalgruppe weiterentwickeln, neue Mitglieder gewinnen und den Austausch über die Sprachregionen hinweg stärken.

Andrea, vor vier Jahren hast du im Newsletter gesagt, dass bei network berufliche Kontakte und Freundschaften oft Hand in Hand gehen. Nun übernimmst du die Leitung von network Ticino. Was hat dich motiviert, diese Rolle anzunehmen?
Mich motiviert vor allem der Wunsch, das Interesse an network im Tessin weiter zu stärken und neue Mitglieder für die Regionalgruppe zu gewinnen. Ich finde es wichtig, dass auch im Tessin ein aktives Netzwerk besteht, in dem sich Menschen beruflich und persönlich austauschen können.

Wie würdest du die Tessiner Regionalgruppe jemandem aus Zürich, Bern oder Lausanne beschreiben? Was macht die Tessiner Networker besonders?
Unsere Gruppe ist kleiner als viele andere Regionen, dafür sehr familiär und eng verbunden. Es herrscht eine grosse Harmonie und jede Person kann sich aktiv einbringen und bei der Organisation von Events mithelfen. Genau dieses Persönliche macht die Gruppe besonders.

Du arbeitest in der Immobilienbranche. Gibt es Dinge aus deinem Berufsalltag, die dir auch als Regionalleiter helfen können?
In den vergangenen sechs Jahren habe ich vor allem gelernt, gut zuzuhören und Lösungen zu finden, die für alle Beteiligten funktionieren. Zudem spielt Zeitmanagement in meinem Beruf eine grosse Rolle. Diese Erfahrungen helfen natürlich auch bei der Organisation einer Regionalgruppe und im Umgang mit unterschiedlichen Menschen.

Was möchtest du in der Region Tessin weiterentwickeln oder neu einführen?
Ich möchte gerne neue Formate ausprobieren – etwa Ausflüge, kulturelle Veranstaltungen oder gemeinsame Reisen. Dabei sollen sowohl das Sopraceneri als auch das Sottoceneri stärker einbezogen werden. Zudem möchten wir vermehrt auch Anlässe am Wochenende organisieren und andere Regionalgruppen aus der Schweiz einladen.

Wie wichtig ist dir der Austausch zwischen dem Tessin und der Deutsch- und Westschweiz?
Sehr wichtig. Das Tessin ist geografisch etwas isolierter und viele frühere Anlässe fanden an Freitagen statt, was die Teilnahme für Mitglieder aus anderen Regionen erschwerte. Deshalb möchten wir künftig häufiger Samstagsveranstaltungen organisieren, damit mehr Networker aus der ganzen Schweiz teilnehmen können.

Viele Vereine kämpfen heute damit, Menschen langfristig für ein Engagement zu begeistern. Wie siehst du diese Herausforderung bei network?
Ich glaube, network bleibt attraktiv, weil wir ein offenes und unkompliziertes Umfeld bieten, in dem sich Menschen willkommen fühlen. Gerade jüngere Mitglieder suchen heute Orte, an denen sie Berufliches und Persönliches verbinden können, ohne sich verstellen zu müssen. Genau das bietet network: eine Community, in der man authentisch sein und sich aktiv einbringen kann.

Was bedeutet Sichtbarkeit als schwuler Mann im Berufsleben und innerhalb von network heute für dich?
Für mich bedeutet Sichtbarkeit vor allem Authentizität und Freiheit. Es bedeutet, sich nicht verstecken zu müssen und Beziehungen auf Vertrauen und gegenseitigem Respekt aufzubauen. Gleichzeitig ist Sichtbarkeit auch wichtig, damit andere sehen, dass sexuelle Orientierung kein Hindernis für beruflichen Erfolg oder gesellschaftliches Engagement ist.

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