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Serie «Selbstverständlich out» 5.8.16

3/10: Roger Kunz

Networker stellen sich im Rahmen des Projekts «Selbstverständlich out» vor.

«Unser Schachclub war früher eine Sektion des Firmensportvereins des Warenhauses ‹Oscar Weber›. Dort stiess ich 1974 dazu. Zehn Jahre später, nach dessen Auflösung, gründeten wir daraus unseren jetzigen Club. Ich bin damals als erster Präsident gewählt worden – und bin es immer noch. Mit einigen Leuten spiele ich seit 42 Jahren Schach! Auch meine Exfrau ist im Club dabei. Vor 16 Jahren gaben wir unsere Trennung bekannt, gleichzeitig hatte ich mein Coming-out. Die Reaktionen darauf waren eigentlich unspektakulär. Das ist insofern nicht erstaunlich, als wir ein kleiner Club sind und wir uns alle bereits seit Langem gut kannten. Ich hatte auch keine negativen Reaktionen erwartet, ehrlich gesagt. Die meisten waren einfach erstaunt. ‹Ihr seid ein Traumpaar, ihr könnt euch doch nicht trennen!?›, sagten viele. Als ich dann meinen neuen Partner zum Schach mitnahm, war das genauso normal. Die anderen Clubmitglieder mochten ihn. Nun bedauern sie, dass wir uns getrennt haben, genauso, wie sie damals die Trennung zwischen meiner Exfrau und mir bedauerten. Sie und ich spielen übrigens noch immer zusammen Schach. Wir sind gute Freunde und verstehen uns bestens.»

– Roger Kunz Schachclub Phoenix

Text: Markus Stehle

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