fbpx Aller au contenu principal

Swiss LGBTI-Label 13.12.18

Ein Label für LGBTI-freundliche Arbeitsplätze

Im Interview mit der Website jobcloud.ch stellt Networker Moreno della Picca das Swiss LGBTI-Label vor und erklärt, weshalb es ein solches Label braucht.

von Mathias Steger

In der Schweiz ist der offene und tolerante Umgang mit Gays am Arbeitsplatz nach wie vor nicht überall eine Selbstverständlichkeit. Daher möchte das «Swiss LGBTI-Label» Arbeitgeber, die einen besonders gay-friendly Arbeitsplatz bieten, von nun an auszeichnen. Ein Interview mit Moreno della Picca über das Label und warum es notwendig ist.

Mathias Steger: Um was geht es beim Swiss LGBTI-Label genau?
Moreno della Picca: Unternehmen können mit einem LGBTI-Label ausgezeichnet werden, wenn ihre Unternehmenskultur- und -politik in Bezug auf die LGBTI-Community* besonders offen und tolerant sind. Für die Entwicklung des Labels arbeiteten führende Schweizer Unternehmen, Organisation mit Schweizer LGBTI-Dachverbänden zusammen. Insbesondere Network gay leadership und Wybernet, zwei Berufsorganisationen, waren dabei federführend. Unternehmen mit dem LGBTI-Label sollen von einer kompletten Offenheit gegenüber der LGBTI-Community zeugen. Mitarbeitenden soll es somit auch leichter fallen, offen mit ihrer Sexualität umzugehen und sich nicht verstellen zu müssen.

Ob hetero oder gay, das muss doch bei der Arbeit nicht jeder wissen. Warum sind Sie der Meinung, dass das Thema sexuelle Orientierung im Job zur Sprache kommen sollte?
Stimmt. Sexuelle Orientierung ist im Grunde Privatsache. Aber wer in einem Unternehmen arbeitet, nimmt auch eine Berufs- und Organisationsrolle wahr. Ist das Umfeld nun homophob, ist das für Betroffene sehr schwierig. Nur wer sich wohlfühlt und sich nicht verstellen muss, erbringt auch vollen Einsatz. Forschungen zeigen, dass ungeoutete Personen nicht ihr volles Potenzial bei der Arbeit ausschöpfen können – 10 bis 20% geringere Leistung aufgrund des Versteckens und Verstellens. Zudem kommt auch auf der Arbeit das Privatleben im Gespräch immer wieder auf. Bereits bei Fragen, die immer wieder gestellt werden, wie «Was machst du am Wochenende?» oder «Hast du Familie?», müssen ungeoutete Menschen bereits ausweichen.

Hier weiterlesen …

Newsletter-Anmeldung