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Trans Welcome 7.7.20

Wie schafft man ein gesundes Arbeitsumfeld für trans Menschen?

Wegen der Corona-Massnahmen fand das «Forum trans welcome» per Livestream statt. Moderator und Berner Networker Henry Hohmann war anfangs skeptisch, freut sich nun aber umso mehr, dass so rund viermal mehr Menschen erreicht werden konnten.

Networker Henry Hohmann blickt zurück und freut sich. Denn am 5. Mai fand das «Forum trans welcome» in einer anderen als ursprünglich angedachten Form statt – und das mit grossem Erfolg: «Wegen der Corona-Massnahmen mussten wir das Forum ins Netz verlegen», erzählt er und lacht: «Ich war ja anfangs dagegen, weil ich mir sagte, dass ein solches Forum nur erfolgreich durchgeführt werden kann, wenn die Leute physisch anwesend und auch interagieren können.» Im Rückblick waren seine Sorgen unberechtigt. «Fast 120 Menschen haben das Forum im Livestream verfolgt. Hätten wir das Forum wie geplant in einem Konferenzraum durchgeführt, hätten wir bloss mit etwa 30 bis 40 Teilnehmer*innen gerechnet…»

Henry moderierte das Forum, das sich folgende Leitfrage stellte: Wie können Unternehmen ein positives und gesundes Arbeitsumfeld für trans Menschen schaffen? In gut 90 Minuten versuchten vier internationale Redner*innen diese Frage zu beantworten. Es handelte sich um Tlacaelel Benavides (Dow), Dr. Michaela Dudley (Juristin, Journalistin, Kabarettistin), Albert Kehrer (Prout at work) und Stefanie Hetjens (TGNS), die inspirierende und handlungsorientierte Einblicke aus ihrer Arbeit für Firmen und Organisationen gaben.

Zuhörer*innen beziehungsweise Zuschauer*innen konnten über die Chatfunktion während des Forums Fragen stellen. Moderator Henry leitete dann die relevantesten der Fragen an den oder die jeweilige Speaker*in zur Beantwortung weiter. «Aus organisatorischen und technischen Gründen konnten die Redner*innen nicht wie sonst an einer Veranstaltung üblich miteinander diskutieren, sondern sie mussten nacheinander sprechen.», erklärt Henry. Das wiederum hat nun den Vorteil, dass die Aufnahmen relativ einfach zusammengeschnitten und einzeln als ein in sich geschlossener «Vortrag» auf YouTube nachgehört werden können.

Das Forum war ein Teil des Projektes «trans welcome» von TGNS, eine Informations- und Beratungsseite für Arbeitgeber*innen und –trans Arbeitnehmer*innen, und gehört innerhalb des Projektes zur Öffentlichkeitsarbeit. Die Anzahl von vier Speaker*innen sei gerade richtig gewesen, zeigt sich Henry überzeugt. «Sollte es im nächsten Jahr wieder ein «Forum trans welcome» geben, dann ist es eine Überlegung wert, ob wir das Forum wiederum im Netz veranstalten werden», meint Henry. Dass sich sogar Zuhörer*innen aus Deutschland zugeschalten haben, das sei doch überraschend und selbstverständlich hocherfreulich gewesen.

Text: Michel Bossart

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